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A.V.E. installierte im Kölner Dom eine neue Beschallungsanlage.

Kölner Dom (Rechte:Thomas Wolf)

QUELLE: www.foto-tw.de


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Pressemeldungen

 

"Das Ergebnis ist überzeugend"

 

A.V.E. installierte im Kölner Dom eine neue Beschallungsanlage mit ausgeklügeltem Konzept

 

Bilder Kölner Dom Projekt

Tonsäule für das Langhaus mit sechs Metern Länge Eine Unzahl von Kabeln an einer der Steuer-zentralen wird sortiert, abgelängt und beschriftet Eine starke Mannschaft für die Mon-tage der beiden großen Tonsäulen im Langhaus

 

 

Der Kölner Dom: Erbaut aus mehr als 300 000 Tonnen Steinen, das zweitgrößte Kirchengebäude ganz Europas, Weltkulturerbe seit 1996. Anziehungspunkt für Gläubige aus aller Welt. Doch nicht nur die prägen das Bild rund um das imposante Gotteshaus. Auch unzählige Handwerker gehören seit Jahrhunderten dazu. Es gibt immer etwas zu restaurieren, sanieren, zu schützen oder auszutauschen an dem Gebäude, mit dessen Bau 1248 begonnen wurde. Das führte sogar zur weitbekannten kölschen Redensart: Solange am Kölner Dom herumgewerkelt wird, geht die Welt nicht unter. Die Zeichen für einen langen Fortbestand der Erde stehen gut.
Rund 90 Mitarbeiter der Dombauhütte, darunter allein 40 Steinmetze sowie Gerüstbauer, Dachdecker, Schreiner, Schlosser und Schmiede, kümmern sich um das Gebäude. Doch auch im Innern der Kathedrale gibt es für die unterschiedlichen Spezialisten viel zu tun. Für eine dieser herausfordernden Arbeiten war jetzt das kompetente Team von A.V.E. mit Sitz in Stuttgart nach Köln gereist. Der Auftrag: Den Dom mit einer neuen Lautverstärkeranlage auszustatten. Bevor das ausgearbeitete Beschallungskonzept jedoch umgesetzt werden konnte, gab es von Dombaumeisterin Professor Dr. Barbara Schock-Werner genaue Vorgaben und etliche detaillierte Tests. "Vor der Vergabe wurden provisorische Anlagen zu Testzwecken an zwei Wochenenden aufgebaut. Messungen über die geforderte Leistungsfähigkeit der Anlagen wurden von Professor Dr. Michael Vorländer und Dr.-Ing. Gottfried Behler von der Technischen Hochschule in Aachen durchgeführt", berichtet Martin Sieber von A.V.E. über den Vorlauf. A.V.E. hatte gemeinsam mit seinen italienischen Partnern Prase Engineering und elletrica friaulana, die neben Konzepten für viele Großkirchen in Italien auch die Beschallungsanlage im Mailänder Dom geplant und ausgeführt hatten, ein ausführliches Beschallungskonzept vorgelegt.
Sieber: "Der ursprüngliche Wunsch der Dombauverwaltung war in erster Linie kleine unauffällige Tonsäulen, wie sie in vielen Kirchen von ,normalem Ausmaß' zu sehen sind. Dass im Kölner Dom aber ganz andere akustische Verhältnisse herrschen, war den Planern und Anbietern klar, weshalb diese Variante nicht in Betracht gezogen werden konnte. Berücksichtigt wurde aber: Weniger Schallquellen bedeuten weniger Raumhall." Deshalb sei das Langhaus mit zwei speziellen Aktiv-Tonsäulen des holländischen Herstellers Duran Audio mit einer Länge von fast sechs Metern ausgestattet worden. Das beeindruckende Resultat: "Das Ergebnis war trotz der schwierigen akustischen Verhältnisse überzeugend", so Sieber. Denn nicht nur im Langhaus, sondern auch im Eingangsbereich ist noch mit 45 Metern Abstand zu den Tonsäulen jede Silbe klar und deutlich zu verstehen. Der Spezialist weiter: "Auch in den Seitenschiffen ist die Akustik so gut, dass am Ende auf das Anbringen von zusätzlichen Tonsäulen völlig verzichtet werden konnte."
Die beiden Querschiffe, die Vierung (Altarbereich), der Hochchor und die Marienkapelle wurden ebenfalls mit aktiven Tonsäulen ausgestattet. Für kleinere Nebenbereiche sah das Konzept kleinere, passive Tonsäulen vor. Der A.V.E.-Fachmann: "Das Herzstück der Anlage besteht aus fünf digital gesteuerten Zentralen, die untereinander mit Glasfaserkabeln verbunden sind. Insgesamt ist die Anlage für bis zu 80 Mikrofon-Anschlüsse vorgesehen. Davon partizipieren auch der Domchor und das Domorchester beim Mitwirken in Gottesdiensten und das Domradio bei Übertragungen."
Für den flexiblen Einsatz bei kleineren Veranstaltungen in bestimmten Bereichen im oder außerhalb des Domes wurden vier transportable Aktiv-Boxen angeschafft, die mit Funkmikrofonen betrieben werden. Als Ergänzung zu den transportablen Anlagen und für die unabhängige Gestaltung der Gottesdienste sind bis zu sieben Funkmikrofone gleichzeitig nutzbar.
Auch ein weiteres Problem konnte gelöst werden: Da die bisher verwendeten Frequenzen in Zukunft nicht mehr nutzbar sein werden, wurden bei der Bundesnetzagentur neue Frequenzen beantragt. Ein ausgeklügeltes Antennennetz wurde von Sennheiser im Vorfeld ausgemessen. Fast 300 Meter lange Antennenleitungen haben eine extrem große Dämpfung, die mit eigens entwickelten Antennenverstärkern kompensiert werden.

Insgesamt verlegte das Team der Dombauhütte im Kölner Dom fast 7000 Meter neue Kabel. Als Ergänzung der Beschallungsanlage gibt es außerdem eine neue elektronische Liedanzeigeeinrichtung der Firma Jäger aus Fulda. Aus optischen Gründen sind diese Anzeigetafeln als Sonderanfertigung mit vertikaler Anzeige in farblich angepasste Gehäuse eingebaut wie die Lautsprecher. Fast alle Mikrofone wurden ebenfalls erneuert und entsprechen höchstem internationalem Standard der Studiotechnik. Fazit: Dank des ausgeklügelten und langfristig ausgelegten Akustik-Konzeptes haben Gottesdienstbesucher mit dem Hören und Verstehen im Kölner Dom keine Probleme mehr. Doch Baustellen und Arbeiten wird es am und im Gotteshaus auch künftig sicherlich genügend geben, sodass die Kölner weiterhin beruhigt auf den Fortbestand der Erde setzen können.

 

AUSLESE - Bericht von Annette Stolz

 

 

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